Der Winterdienst ist eine komplexe Aufgabe, bei der die Wahl des richtigen Streumittels über die Sicherheit der Außenanlagen und die langfristige Werterhaltung entscheidet. Wir stellen uns die Frage: Welche Streumethode garantiert maximale Sicherheit für unterschiedliche Flächen (Parkplätze, Gehwege, Zufahrten) und schont gleichzeitig die Umwelt?
1. Die Entscheidungskriterien: Wo wird gestreut?
Jede Fläche hat unterschiedliche Anforderungen. Die richtige Wahl hängt von vier zentralen Faktoren ab:
- Wie kalt wird es typischerweise (unter −10 °C)?
- Handelt es sich um Gehwege, Zufahrten oder ökologisch sensible Zonen?
- Welche Auflagen oder ökologischen Präferenzen gibt es (z.B. Salzverbot in Parks)?
- Soll primär akut getaut oder vorbeugend gestreut werden?
2. Vor- und Nachteile der klassischen Streumethoden im direkten Vergleich
A. Der Klassiker: Trockensalzstreuung
Trockenes Salz (NaCl) ist schnell zur Hand, aber nicht immer die beste Wahl.
- Vorteil: Schnelle, sofortige Wirkung bei akuter Glätte bis ca. −8 °C.
- Nachteil: Hohe Umweltbelastung und das Risiko des Verwehens, was den Salzverbrauch in die Höhe treibt.
Optimal für: Kurzfristige, schnelle Einsätze bei überraschender Glätte auf befestigten Wegen.
B. Der moderne Standard: Feuchtsalzstreuung (FS)
Heute gilt die Befeuchtung des Salzes (z.B. FS 30) als Standard. Dafür wird Sole vor dem Ausbringen beigemischt.
- Vorteil: 30–40 % geringerer Salzverbrauch und bessere Haftung (weniger Verluste durch Verwehung). Schnellerer Tau-Effekt.
- Nachteil: Erfordert spezielle Technik und Lagerung.
Optimal für: Die meisten Hauptverkehrswege und Zufahrten. Ideal für präventives Streuen bei angekündigtem Frost.
C. Die sparsame Alternative: Solestreuung (Nassstreuung)
Hier wird nur Salzlösung (Sole) gesprüht.
- Vorteil: Sehr sparsam, kein Verwehungsrisiko, wirkt sofort vorbeugend zur Verhinderung von Glätte.
- Nachteil: Geringere Wirkdauer als Feuchtsalz; weniger effektiv bei bereits festgetretenem Eis oder dicken Schneedecken.
Optimal für: Präventiver Einsatz auf empfindlichen Flächen wie Brücken, Rampen oder großen Parkflächen.
D. Umweltfreundlich & Mechanisch: Splitt, Sand & Granulat
Diese Mittel dienen der Abstumpfung, nicht dem Auftauen.
- Vorteil: Sehr umweltschonend (keine Chloridbelastung), funktioniert auch bei extrem tiefen Temperaturen (unter −10 °C), wo Salz nicht mehr wirkt.
- Nachteil: Das Eis bleibt bestehen (kein Tau-Effekt). Das Material muss nach der Saison aufwendig und kostspielig entfernt werden.
Optimal für: Gehwege, Parks, Grünflächen und ökologisch sensible Gebiete, wo Salz verboten ist.
Fazit: Qualität durch die richtige Kombination
Ein effizienter und nachhaltiger Winterdienst basiert nicht auf einer einzigen Methode, sondern auf der intelligenten Kombination der Streumittel, angepasst an Temperatur, Verkehrslage und die spezifische Fläche.
Wir von Krempl Facility setzen auf moderne Verfahren und die richtige Dosierung, um die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter und Mieter zu gewährleisten – mit maximaler Wirkung und minimaler Umweltbelastung.
Sichern Sie sich einen verlässlichen Winterdienst in Oberösterreich. Kontaktieren Sie uns für Ihr individuelles Konzept!